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Für einen neuen Bildungsstreik! Auch in Solingen! 5. Oktober 2011

Posted by bildungsstreiksg in Alles.
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Egal wo man in den Nachrichten hinschaut, ob nun in Spanien, Griechenland, Italien, Portugal oder England, überall gehen weltweit Jugendliche auf die Straße. Sie bilden den internationalen Widerstand gegen Bildungsabbau und Zukunftskiller. Auf der ganzen Welt macht sich unter den Jugendlichen, denen jegliche Perspektive für ihr späteres Leben genommen wird, Unmut breit. Massive Demonstrationen finden nicht nur in Europa statt, auch in den USA und in Chile gehen immer mehr Jugendliche für ihr Recht auf Bildung auf die Straße.

Während die Verursacher der Weltwirtschaftskrise Milliarden an Rettungspaketen bekommen, wird von den Regierenden darüber nachgedacht, wie und wo sie weiter am Bildungssystem sparen können, um noch mehr Geld für Banken und Konzerne bereitstellen zu können.

 Schon einmal, zwei Jahre zuvor, im Sommer 2009, demonstrierten in über 100 Städten Deutschlands 270.000 Menschen, v.a. Schüler_innen, Studierende, Auszubildende, Erwerbstätige, Erwerbslose und Gewerkschafter_innen, gemeinsam gegen die unzumutbaren Zustände im Bildungssystem. Auch damals gab es auf allen anderen Kontinenten der Welt Bildungsproteste. Schließlich wurden allein in Deutschland im Herbst 2009 über 80 Bildungseinrichtungen besetzt, an einem dezentralen Aktionstag waren über 85.000 Menschen auf der Straße.

 Doch trotz großer Aufmerksamkeit und kleiner Zugeständnisse hat sich nichts geändert – unsere zentralen Forderungen und Ziele wurden nicht erreicht. Im Gegenteil: Das Bildungssystem wird genau wie andere gesellschaftliche Bereiche weiter nach wettbewerbsorientierten Kriterien ausgerichtet und immer stärker ökonomisiert. In unseren Schulen besteht weiterhin Bücher- und Essensgeld, Materialkosten sind immens hoch, für das Ausdrucken von Arbeitsmaterialien wird ebenfalls Geld verlangt und noch immer sitzen wir -trotz einigen neuen Lehrern- in den völlig überfüllten Klassen und Kursen, während die Räume meist nicht einmal eine Belüfungsanlage haben.

 Wir wollen auch in diesem Jahr gegen diese Entwicklung Bildungsproteste organisieren, in denen vielfältige Aktionsformen (Demonstrationen, Blockaden, Besetzungen etc.) ihren Platz finden werden. Wir werden nicht weiterhin tatenlos zusehen, wie immer weniger in unsere Bildung investiert wird, uns reichen die schon erkämpften Verbesserungen, wie die Wiedereinführung der Drittelparität, die Abschaffung der Kopfnoten und der Studiengebühren nicht aus!

Um die globale Perspektive zu stärken und eigene Alternativen zum vorherrschenden Bildungssystem zu konkretisieren, rufen wir jede_n Schüler_in, jede_n Studierende_n, jeden Azubi und jede_n Lehrer_in, ja auch DICH dazu auf, dich an den internationalen Protesten gegen Bildungsabbau zu beteiligen. In den kommenden Bildungsstreiks werden wir uns in Aktionen im Rahmen des Bundesweiten und Internationalen Bildungsstreiks in gesellschaftlichen Auseinandersetzungen und Debatten einbringen.

 Im November rufen wir zu einer gemeinsamen Aktionszeit und für den 17. November bundesweit zu dezentralen Demonstrationen auf. Wir hoffen darüber hinaus auf gemeinsame koordinierte Aktionen weltweit. Mit immer mehr aktiven Menschen werden wir den Druck erhöhen, um im Bildungssystem etwas zu verändern.

Dem momentanen Zustand im Bildungsbereich setzen wir unsere Alternativen entgegen:

  • Kleinere Klassen und Kurse mit maximal 20 Schüler_innen und 2 Lehrer_innen!
  • Abschaffung aller Bildungsgebühren – Kostenlose Bildung für alle!
  • Weg mit dem dreigliedrigen Schulsystem – Eine Schule für alle!

Ein ganz anderes Lernen und Leben ist möglich – und nötiger denn je!

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Willkommen auf der Internetpräsenz des BBSG! 13. Mai 2010

Posted by bildungsstreiksg in Alles.
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Im vergangenen Sommer demonstrierten in über 100 Städten 270.000 Menschen, v.a. Schüler_innen, Studierende, Auszubildende, Erwerbstätige, Erwerbslose und Gewerkschafter_innen, gemeinsam gegen die unzumutbaren Zustände im Bildungssystem. Nicht nur in Europa, sondern auch auf allen anderen Kontinenten der Welt gab es Bildungsproteste. Schließlich wurden allein in Deutschland im Herbst über 80 Bildungseinrichtungen besetzt, an einem dezentralen Aktionstag waren über 85.000 Menschen auf der Straße.

Trotz großer Aufmerksamkeit und kleiner Zugeständnisse hat sich nichts geändert – unsere zentralen Forderungen und Ziele wurden nicht erreicht. Im Gegenteil: Das Bildungssystem wird genau wie andere gesellschaftliche Bereiche weiter nach wettbewerbsorientierten Kriterien ausgerichtet und immer stärker ökonomisiert. Dagegen werden wir im Jahr 2010 Bildungsproteste organisieren, in denen vielfältige Aktionsformen (Demonstrationen, Blockaden, Besetzungen etc.) ihren Platz finden.

Wir suchen die Zusammenarbeit mit Gewerkschaften und anderen sozialen Bewegungen. Gerade in Zeiten der anhaltenden Wirtschaftskrise geht es uns darum, die Auseinandersetzungen im Bildungsbereich als gesamtgesellschaftlichen Konflikt zu verstehen und zuzuspitzen – denn unsere Kritik am Bildungsystem ist zugleich Gesellschaftskritik.

Um die globale Perspektive zu stärken und eigene Alternativen zum vorherrschenden Bildungssystem zu konkretisieren, rufen wir dazu auf, sich an den internationalen Protesten gegen den Bolognagipfel vom 11.-14. März in Wien zu beteiligen. Bis zum Sommer werden wir uns mit Aktionen im Rahmen des Bildungsstreiks in gesellschaftlichen Auseinandersetzungen und Debatten einbringen.

Im Juni rufen wir zu einer gemeinsamen Aktionszeit und für den 9. Juni bundesweit zu dezentralen Demonstrationen auf. Wir hoffen darüber hinaus auf gemeinsame koordinierte Aktionen weltweit. Mit immer mehr aktiven Menschen werden wir den Druck erhöhen, um im Bildungssystem etwas zu verändern.

Ein grundlegendes Ziel des Bildungsstreiks ist es, eine Diskussion über Sinn und Zweck des Bildungssystems in der Gesellschaft anzuregen. Möglichkeiten einer emanzipatorischen Bildungs- und Gesellschaftspolitk sollen aufgezeigt und durchgesetzt werden: Bildungseinrichtungen sollten vorrangig Menschen dazu befähigen, die sie umgebenden Strukturen zu verstehen, zu kritisieren und zu verändern.

Dem momentanen Zustand im Bildungsbereich setzen wir unsere Alternativen entgegen:

  • selbstbestimmtes Lernen und Leben statt starrem Zeitrahmen, Leistungsdruck und Konkurrenzdruck,
  • freier Bildungszugang für alle Menschen, Lehrmittelfreiheit und Abschaffung von sämtlichen Bildungsgebühren wie Studiengebühren, Ausbildungsgebühren und Kita-Gebühren,
  • öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft unter anderem auf Lehrinhalte, Studienstrukturen und Stellenvergabe
  • und radikale Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen.

Ein ganz anderes Lernen und Leben ist möglich – und nötiger denn je!